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Mit Teamgeist schafft man alles!

Hannah Ziemer gehört zu den zielstrebigen SportlerInnen, die wir mit unseren Produkten regelmäßig unterstützen. Die bisherigen Siege sind beeindruckend. Derzeit ist die U18 Landesmeisterin (zusammen mit Rieke Niemeyer) von 2017 mit Teampartnerin Lena Ottens mit der Techniker Beach Tour unterwegs, spielt für den Hamburger Sportverein und macht parallel ihr Abi. Hannah wurde vor ein paar Tagen erst für die U21 World Championship nominiert und wird dafür Ende Juni in Thailand zusammen mit Marie Schieder antreten. Wir freuen uns riesig 🙂
Wir haben mit ihr über Teamgeist, Leidenschaft für einen Sport und natürlich die passende Ernährung geredet.

Organic Workout: Hallo Hannah! Erzähl doch mal: Wann hast du mit Volleyball angefangen und wie sieht dein Leben derzeit aus?

Hannah: Ich spiele seit dem 9. Lebensjahr Volleyball. Erst habe ich indoor angefangen und seit 3 Jahren spiele ich Beachvolleyball.
Momentan mache ich noch mein Abi und bin glücklich, dass die schriftlichen Prüfungen alle super gelaufen sind.
Während der Vorbereitung (Oktober–April) haben wir in einer 4er Trainingsgruppe 9–10 mal pro Woche trainiert. Mittwochnachmittag war immer frei und dafür haben wir Samstag morgens noch fleißig gearbeitet. Schule und Training zu vereinbaren, war nicht immer leicht, aber wir haben das als Team gut gemanaged.

Organic Workout: Warum Volleyball? Was fasziniert dich auch heute noch daran?

Hannah: Es ist ein unglaublich fairer Sport, da kein direkter Körperkontakt mit dem Gegner stattfindet. Außerdem ist es technisch sehr anspruchsvoll und ich liebe Sportarten, bei denen viele Punkte gemacht werden. Es gewinnt meistens wirklich das bessere Team und es wird nicht durch einen Zufallstreffer entschieden, wie z.B. beim Fußball. Außerdem gibt es immer Verlust oder Gewinn, nie unentschieden.

Organic Workout: Volleyball ist Teamsport. Was würdest du sagen, ist wichtig, damit es als Team klappt?

Hannah: Die Abstimmung auf dem Feld muss natürlich klappen. Auch die Zielsetzung muss zwingend gleich oder zumindest gut kombinierbar sein. Der Spaßfaktor darf nie untergehen – von unserem Job kann schließlich kaum jemand leben. Und der Respekt der anderen Person gegenüber ist ultrawichtig. Verständnis auch, da natürlich keiner Fehler absichtlich macht.

Organic Workout: Du spielst seit Februar mit Lena Ottens zusammen. Wie habt ihr euch kennengelernt und dann als Team zusammengefunden?

Hannah: Lena trainierte wie ich schon ein paar Jahren am Olympiastützpunkt in Hamburg – da kennt man alle Athleten natürlich. Wir haben spontan und vollkommen unvorbereitet letztes Jahr schon ein Jugendturnier auf dem Center Court während des World-Tour-Finals gespielt. Dann haben wir uns im Winter weiter besprochen, bis wir dann schlussendlich zueinander gefunden haben. Wir sind in einer Trainingsgruppe, was das Einspielen miteinander deutlich leichter macht. Wir trainieren also schon seit 2018, waren im Trainingslager und jetzt fängt die Saison für uns beide als Team endlich an.

Organic Workout: Man muss sich blind vertrauen können und gut zusammen funktionieren. Wie habt ihr es geschafft, euch aufeinander einzuspielen? Gab es Herausforderungen?

Hannah: Wir haben alleine und mit unserem Trainer einen sehr guten Kommunikationsweg gefunden. Wir sind lieber ehrlich zu einander, als das wir etwas alleine mit uns ausmachen. Das hilft, um sich gegenseitig in verschiedenen Situationen zu verstehen und sich zu unterstützen.
Zum Glück haben wir einen ähnlichen Trainierrhythmus. Wir gehen gerne so früh wie möglich schlafen, stehen früh auf, wärmen uns ordentlich auf, essen beide viel und gesund. Deshalb war es für mich echt einfach mit Lena. Schon allein die Ähnlichkeit beim Tagesablauf, aber auch die Werte Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die für uns an erster Stelle stehen, macht es uns leicht als Team zu funktionieren.

Foto: Jan-Peter Mohwinkel

Organic Workout: Wie geht ihr mit Siegen um? Habt ihr bestimmte Rituale, um eure Siege zu feiern?

Hannah: Wir haben beide Rituale, aber eher vor und während des Spiels. Danach noch nicht, da wir dieses Wochenende zum Ersten mal ein Turnier gespielt haben. Deshalb kann ich noch nicht so viel dazu sagen. Aber wir gehen beide gerne auch mal tanzen und ein Bierchen gibt’s dann auch

Organic Workout: Und wenn es doch mal nicht läuft: Wie geht ihr als Team mit Niederlagen um? Hast du mentale Tricks auf Lager, um aus so Momenten gestärkt oder mit fokussiertem Blick herauszugehen?

Hannah: Niederlagen und Siege werden im Anschluss immer besprochen. Nach einem verlorenen Spiel gehen wir manchmal auch 20 min getrennte Wege und da ist dann auch mal Platz für Frust. Die Kunst ist es, falls es im Turnier noch weiter geht, den Kopf wieder freizukriegen. In unseren Gesprächen legt unser Trainer immer wert darauf, dass wir das Positive betonen und mitnehmen. Ich versetze mich dann zum Beispiel zurück in einen guten Ballwechsel und gehe den mehrmals in Gedanken durch. Dadurch bekommen wir neuen Mut und das Selbstbewusstsein verstärkt sich.

Organic Workout: Wie sieht euer Training aus?

Hannah: In der Vorbereitung trainieren wir 9–10 mal pro Woche.
Die Trainingseinheiten sind genau ausgeklügelt und gehen von Krafttraining über andere Sportarten wie Capoeira oder Badminton bis hin zu Balltraining, in dem sehr individuell gearbeitet wird und Techniken bis ins Kleinste besprochen werden. Wir machen dann sogenanntes Wellentraining, um ständig neue Reize zu setzen. Und 2 Mal die Woche haben wir unsere Grundlagenausdauer verbessert, durch Intervall-Läufe – ich hasse das (lacht).

Organic Workout: Trainiert ihr hauptsächlich zusammen oder auch mal getrennt?

Hannah: Hauptsächlich trainieren wir zusammen, es sei denn, ich bin mal mit der Jugend-Nationalmannschaft unterwegs. Dann muss Lena ohne mich trainieren.

Organic Workout: Hilft es dir, dass du eine Trainingspartnerin hast, wenn du mal unmotiviert bist? Könnt ihr euch da gut pushen?

Hannah: Das hilft auf jeden Fall. Ich könnte mir nicht vorstellen, einen Einzelsport zu machen. Auch wenn mal beide unmotiviert sind, wissen wir, dass es sich lohnt, hart zu arbeiten, um dann das Beste raus zu holen.

Organic Workout: Gibt es noch andere Sportarten, denen du „zum Ausgleich“ nachgehst?

Hannah: Ja, ich reite… – selten, aber wenn ich es tue, dann macht es riesigen Spaß. Außerdem fahre ich gerne Fahrrad. Ab und zu gehe ich zum Bikramyoga. Aber um ehrlich zu sein, mache ich das alles sehr unregelmäßig, da die Belastung einfach echt hoch ist und ich mal froh bin, mich nicht groß bewegen zu müssen. An einem freien Wochenende im Sommer gehe ich auch gerne Stand-up Paddeln.

Organic Workout: Wie erlebst du die Community im Volleyball? Ist da viel Ellenbogen-Gesellschaft oder unterstützt ihr euch gegenseitig?

Hannah: Ich finde die BeachvolleyballerInnen sind alle wirklich sehr, sehr cool, spontan und witzig. Viele sind unkompliziert und offen. Außerhalb des Spielfeldes gibt es selten Ellenbogen-Mentalität und man freut sich meistens für andere Teams. Dennoch spielt man auf dem Feld gegeneinander und da kann’s dann auch mal ernster zugehen. Aber auch da werden manchmal Sprüche geklopft.
Wir haben z.B. ein anderes Team in unserer Trainingsgruppe (Krebs / Welsch) und haben direkt beim ersten Turnier gegen die beiden gespielt. Davor haben wir dann meistens kaum Kontakt, aber nach dem Spiel ist die Atmosphäre wieder locker.

Organic Workout: Und beim Zusammentreffen auf Wettkämpfen: Findet da viel Austausch mit anderen Teams statt?

Hannah: Ja. Ich habe viele Freunde auf der Tour, die ich manchmal sechs Wochenenden am Stück sehe. Ich freue mich meistens alle wieder zu sehen. Eine coole Gemeinschaft!

Organic Workout: Sport und Ernährung gehen Hand in Hand. Wir unterstützen dich mit unseren Produkten jetzt schon ein ganzes Jahr. Du verzichtest auf Gluten, Soja und Zucker. Wie hast du die Ernährungsumstellung bei deiner Performance bemerkt?

Hannah: Ich habe angefangen, mich so zu ernähren, weil mein Immunsystem immer mal wieder geschwächelt hat. Seit ich auf Gluten, Soja und Zucker verzichte, bin ich vielleicht nur noch 2–3 mal im Jahr krank. Davor war ich ca. 7 mal im Jahr krank. Das ist der ein enormer Fortschritt und dank eurer Backmischung kann ich weiter Brot essen 🙂 Auf Zucker habe ich nicht durchgängig verzichtet. Dieses Jahr habe ich von Januar–April drauf verzichtet, aber über die Weihnachtszeit kaum. Ich habe in der Zeit besser geschlafen, superschnell Muskeln aufgebaut, mehr Wasser getrunken – ich trinke generell schon viel, aber dadurch wurden es ca.3–4l am Tag. Außerdem habe ich keine Hungerattacken gehabt und mich auch mental dabei richtig gut gefühlt. Ich wusste, dass ich meinem Körper damit gut tue und das hat sich auch auf meine Psyche ausgewirkt. Im Umkehrschluss bin ich leistungsfähiger gewesen, bin höher gesprungen und konnte mich sehr lange konzentrieren, was mir bei den Abiprüfungen sehr geholfen hat. Diese Vorteile haben aber erst nach ca. 4 Wochen eingesetzt. Also geduldig sein!

Organic Workout: Was ist euer nächstes großes Ziel, auf das Lena und du hinarbeiten?

Hannah: Wir wollen uns längerfristig in den internationalen Spitzenbereich spielen. Wir arbeiten als Team auf Richtung Paris 2024 hin. Dazu gehört aber auch uns persönlich weiterzuentwickeln. Zu den längerfristigen Zielen kommt dann noch das Saisonziel. Dieses Jahr ist das die Quali für die Deutsche Meisterschaft in Timmendorf, bei der die 16 besten Teams Deutschlands mitspielen.

Organic Workout: Wir drücken euch die Daumen!

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